Denkmalpflege - Am Beispiel Lohmühle in Leustetten

Die Lohmühle in Leustetten gehörte ursprünglich zur Gerberei Mantz. Der Name Lohmühle kommt von dem Wort „Lohe“, die aus getrocknetem Rindenmaterial der Fichte und der Eiche gemahlen und als Gerbstoff benötigt wurde. Dieses Mahlen ging in der Lohmühle vonstatten.

Im Jahr 1994 erwarben Rolf und Sylvia Hummel das einsturzgefährdete technische Kulturdenkmal, um es zu erhalten.


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Problemstellung vor der Sanierung:

  • Akute Einsturzgefahr
  • Starker Hausschwammbefall durch permanente Durchfeuchtung der konstruktiven Hölzer
  • Fehlender Wasserzu- und -ablauf zum Betreiben des vorhandenen Mühlrades
  • Schäden durch unsachgerechten Straßenbau

Zielsetzung:

  • Restaurierung der vorhandenen Substanz unter größtmöglicher Erhaltung des Bestandes, in enger Zusammenarbeit mit dem Landes-denkmalamt Baden-Württemberg, Aussenstelle Tübingen

Nutzungskonzept:

  • Wiederherstellen der Mühlenein-richtung und des vorhandenen Inventares im Untergeschoss des Gebäudes mit der Zielsetzung ein technisches Museum einzurichten.
  • Neue Nutzung im Obergeschoss, das ursprünglich als Lagerraum der Rinde genutzt wurde.
    Heute befindet sich hier eine stilvoll eingerichtete Wirtsstube.

Förderung:

  • Die Baumaßnahme wurde durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, durch die Denkmal-
    stiftung Baden-Württemberg und durch die Gemeinde Frickingen gefördert.
  • Das Museum wird heute durch einen Förderverein betreut.
    Die Gaststätte ist verpachtet und wird durch das Ehepaar Müller betrieben.